Öffnungszeiten der Kirche:

von April bis Oktober

Dienstag - Freitag: 11 - 12 und 13 - 14 Uhr

sowie Meldung im Pfarrbüro für Besichtigung und / oder Kirchenführung auch außerhalb dieser Zeiten.

Gruppenanmeldung erwünscht.

Weitere Termine nach Vereinbarung über das Ev.-Luth. Pfarramt Hauptstraße 91,
Telefon (03586) 36 51 54

Wir freuen uns auf Sie!

Aus der Geschichte

der Evangelisch-Lutherischen Kirche zu Ebersbach

Kurz nach der Anlegung des Waldhufendorfes um 1250 ist sehr wahrscheinlich die erste Kirche auf einer kleinen Anhöhe über der Spree erbaut worden.

Doch schon 1429 wurde dieses Gotteshaus wie der gesamte Ort von den Hussiten zerstört. Die Kirchenruine wird in einer Familiennachricht aus dem Jahr 1486 erwähnt.

1525 wird Ebersbach evangelisch.

Im Jahr 1550 werden zwei Kirchväter im Ort erwähnt und es lässt darauf schließen, daß eine neue noch sehr kleine Kirche wieder erbaut worden ist.

1562 kam der erste evangelische Pfarrer in das Dorf.

Glaubensflüchtlinge aus Böhmen und Mähren, die sich in Ebersbach ansiedelten, vergrößerten die Gemeinde, weshalb auch das Kirchengebäude eine Vergrößerung erfuhr. So wurde im Jahr 1682 das jetzige Langhaus und der Turm errichtet. Aus jener Zeit stammen noch die sogenannte Kirchväterbank, der Beichtstuhl und aus dem Jahr 1700 das große hölzerne Kruzifix.

1721 wird die Christnachtfeier wieder eingeführt.

Die Blüte der Leineweberei brachte ein weiteres Wachsen der Seelenzahl der Gemeinde mit sich, weshalb das Gotteshaus zwischen 1726 und 1733 wiederum vergrößert wurde.

Durch einen angefügten Rundbau im Osten erhielt die Kirche im Wesentlichen ihre heutige Gestalt. Es wurden drei umlaufende Emporen eingebaut. Auf der unteren Empore zeigen 54 Bilder die Heilsgeschichte. Ebenfalls aus dieser Zeit stammt die den gesamten Raum abschließende Deckenmalerei der Holztonne. Sie zeigt uns mit drei Cherubinen Glaube, Hoffnung, Liebe im Langhaus und in der Rundkirche Engel, die das Gloria versinnbildlichen.

Am Michaelistag, dem 29. September 1733, konnte die Kirche feierlich geweiht werden.

1739 erwirbt die Gemeinde die Orgel mit dem beeindruckend reich verziertem Prospekt.

Die Sandstein vortäuschende Holzschnitzerei des Taufsteins (1732), der im böhmischen Barock errichtete Altar (1787) und die Kanzel (1788) geben diesem Gebäude den Charakter einer "wunderbaren Predigtkirche" (nach C. Gurlitt)!

1901 wird die Kirche innen und außen grundlegend restauriert und erfährt einige kleine Ergänzungen, was aber ihrem barocken Gesamteindruck keinen Abbruch leistet.

(ago-ts)

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